{"id":112,"date":"2020-12-19T19:18:08","date_gmt":"2020-12-19T18:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/liyahs-geschichten.de\/?p=112"},"modified":"2021-01-26T23:20:10","modified_gmt":"2021-01-26T22:20:10","slug":"paris-und-so-die-bluetezeit-der-orchidee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liyahs-geschichten.de\/?p=112","title":{"rendered":"Paris und so &#8211; Die Bl\u00fctezeit der Orchidee"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:37px\">Heute Morgen hat sich die Idee den Dachboden auf Vordermann zu bringen, in meine Gedanken geschlichen. Zuerst nur als ein Gedankenblitz, ganz leise, sehr vorsichtig und dann wurde eine Idee daraus. Ich war schon lange nicht mehr dort, habe das schon genauso lange vor mir hergeschoben. Aber nun ist es tats\u00e4chlich soweit.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ich sag mal bis sp\u00e4ter\u2026\u2026 Upps es sind ja schon ein paar Stunden vergangen\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Obwohl es ganz sch\u00f6n staubig war, r\u00e4usper, hab ich mich tapfer durchgearbeitet und eine interessante Entdeckung gemacht. In einem Bauernschrank hinter altem Krams und alten Zeitungen stand ein Gem\u00e4lde verpackt in Papier und dadurch vor den Zeichen der Zeit gesch\u00fctzt. Vom Papier befreit hab ich es mir sofort angeschaut. Ein sich im Arm haltendes junges P\u00e4rchen mit dem R\u00fccken zum Maler auf einem Canap\u00e9 sitzend am ge\u00f6ffneten Fenster in ein Meer aus bunten Orchideen blickend. Ein Gem\u00e4lde, das eine ganz eigene Geschichte erz\u00e4hlt auf angenehme ruhige Art und Weise, mit viel sinniger, sinnlicher, tief unter die Haut gehender Ausstrahlung. Es zieht den Betrachter sofort in seinen Bann, nimmt ihn mit auf eine wundervolle Zeitreise durch Raum und Zeit ins Frankreich anno dazumal. In einer der alten Zeitungen hab ich einen Artikel gefunden. Der hei\u00dft: \u201eDie Bl\u00fctezeit der Orchidee\u201c. Das k\u00f6nnte der Titel f\u00fcr dieses Gem\u00e4lde sein. Es wird einen Platz neben dem Kamin finden in unserer Wohnung. In meinen Kindertagen, erinnere ich mich ganz ganz dunkel, ging es um ein Gem\u00e4lde, dass verschollen war, also wir nicht finden konnten. Das war nach dem Umzug. Nun ist es, gef\u00fchlte f\u00fcnfzig Jahre sp\u00e4ter, wieder aufgetaucht. Ein sehr eigenartiges, seltsames Gef\u00fchl. In dem Artikel stehen der Name eines Ateliers und auch eine Adresse von einer Galerie in Frankreich, vermutlich wo das Gem\u00e4lde entstanden ist und wo es ausgestellt und verkauft wurde. Das Internet wei\u00df bestimmt Rat. Die richtige Entscheidung wie sich gerade raus gestellt hat. Unter dieser Adresse ist eine Galerie zu finden. Also wurde dieses Gem\u00e4lde dort verkauft. Hoffentlich kann ich dort jemanden telefonisch erreichen der deutsch spricht, weil mein Franz\u00f6sisch im wesentlichen auf \u201ehallo, bitte und danke\u201c beschr\u00e4nkt ist. Vielleicht kann ich ja in Erfahrung bringen, ob das Atelier besichtigt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Was ich aus dem Telefonat erfahre, werde ich dann gleich berichten. Aber erst mal brauch ich Kaffee. Es geht doch nichts \u00fcber einen hei\u00dfen Becher Kaffee. Es war doch etwas sehr staubig. H\u00e4tte auch nicht gedacht, dass sich so viel Kram ansammeln kann. So der Kaffee ist ausgetrunken.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ein Gef\u00fchlscocktail aus \u00fcbersch\u00e4umender Neugier, und atemloser Erwartung rauscht durch meine Adern. Sekundenlang starre ich aufs Telefon, als wenn der H\u00f6rer die Antwort schon wissen k\u00f6nnte. Noch ein tiefer Sto\u00dfseufzer, dann geht es ans Telefonieren, ich w\u00e4hle die Nummer und nach gef\u00fchlten endlos langen Minuten meldet sich eine m\u00e4nnliche Stimme in franz\u00f6sischer Sprache. Wie auch sonst, am klingeln wird er bestimmt nicht erkennen, dass ich aus Deutschland bin.&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Bin wieder da und etwas schlauer, weil ich zum Gl\u00fcck einen netten Gespr\u00e4chspartner mit guten Deutschkenntnissen hatte. Der nette Mann hat mir den Namen und die Adresse mit der Telefonnummer rausgesucht, wo der unbekannte Maler gelebt bzw. gearbeitet hat. Er hat mir den geheimen Tipp gegeben, dass das Atelier als Feriendomizil zu mieten ist und verraten, dass die Besitzer auch die deutsche Sprache beherrschen. Mein Puls ist immer noch verd\u00e4chtig hoch, aber die Neugier siegt auch jetzt wieder. Ein paarmal bewusst ein- und ausatmen um etwas ruhiger zu werden, dann w\u00e4hle ich erneut eine Rufnummer in Frankreich. Nach weiteren, als endlos lang empfundenen Minuten meldet sich eine weibliche Stimme. Die Frau ist sehr nett und freundlich, spricht tats\u00e4chlich gut Deutsch und hat mir erz\u00e4hlt, dass der junge Maler dort gelebt und gemalt hat. Nachdem er von dort weggegangen ist, stand das Atelier eine l\u00e4ngere Zeit leer. Mittlerweile bem\u00fchen sich die Besitzer um neue Mieter. Die beste M\u00f6glichkeit ist das vermieten an Ferieng\u00e4ste. Es wird aber nur an ausgew\u00e4hlte, sympathische G\u00e4ste vermietet, die von diesem exklusiven Juwel \u00fcber Mundpropaganda erfahren haben. Es wird nicht \u00fcber eine Plattform vermarktet. Da ich heute einen Gl\u00fcckstag habe, darf ich dort im Urlaub wohnen und habe zwei Termine bekommen zur Auswahl. Ein paar Tage in Frankreich zu verbringen hat schon so seinen Reiz. Ich war schon so lange nicht mehr in diesem Land. Aber das entscheide ich nat\u00fcrlich nicht allein. Mal schauen wie dir meine Idee gef\u00e4llt. Diese beiden Gespr\u00e4che haben mich doch sehr ber\u00fchrt. Ich sitze noch eine Weile einfach nur da und meine Gedanken huschen mal eben nach Frankreich, in die Vergangenheit. Gedankenfetzen, einzelne Bilder aus meinen Reisen, Bilder von dem Maler, wie er an der Staffelei hantiert, wie das Gem\u00e4lde entstanden sein k\u00f6nnte. Ein seufzen holt mich zur\u00fcck ins hier und jetzt. Ich blinzel die Bilder zur\u00fcck in die Erinnerung.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Meine Schmetterlinge schwirren mit den Fl\u00fcgeln wenn ich nur an dich denke. In der jetzigen Zeit gibt es so viele Kommunikationsm\u00f6glichkeiten, da ist es mir ein leichtes dich zu erreichen und zu fragen. Meine Idee mit Frankreich kommt sehr gut an bei dir. Auch die Zeit in diesem Atelier zu verbringen findest du gut. Du kriegst sogar so kurzfristig Urlaub zum gemeinsamen ausspannen, dass der erste Termin passt. Ich rufe auch gleich nochmal dort an, best\u00e4tige meine Reservierung und damit ist es f\u00fcr unseren Urlaubszeitrahmen gebucht. Der Gedanke, das Seelchen baumeln zu lassen und ganz viel Du zum genie\u00dfen, gef\u00e4llt mir immer mehr. Menschlein was willst du mehr. Ooh ich bin so aufgeregt. Dieser unbekannte Reiz dieses Ateliers. Ich versuche mir vorzustellen wie es dort war zu der Zeit des Malers. Die Ger\u00fcche der Farben, wie die Lichtverh\u00e4ltnisse waren. Ich denke es wird dort viele gro\u00dfe Fenster geben, m\u00fcssen, um das Licht bestm\u00f6glich einzufangen. Gen\u00fcgend Platz am Fenster f\u00fcr die Staffelei. Leider kann ich nicht malen. Dass w\u00e4re noch etwas, was mir gefallen w\u00fcrde, nicht nur mit Worten bunte Bilder malen. Seufz, man kann nicht alles haben. Es kribbelt \u00fcberall und geht bis unter meine Haut. Ich freue mich diebisch auf die Zeit. Es f\u00fchlt sich an wie eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Mir f\u00e4llt auf, dass ich vor lauter St\u00f6bern und telefonieren v\u00f6llig verpeilt habe zu fr\u00fchst\u00fccken. Hm ich k\u00f6nnte ja mal das Bistro hier im Ort testen. Es ist sp\u00e4ter Vormittag, Kaffee hatte ich auch erst zwei. Es dr\u00e4ngt sich f\u00f6rmlich auf, l\u00e4chle ich unternehmungslustig.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Also bis sp\u00e4ter\u2026\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Hallo, bin zur\u00fcck. Hat zwar etwas l\u00e4nger gedauert als geplant, war aber sehr sch\u00f6n und \u00fcbelst lecker. Das Bistro hier hat nicht zu viel versprochen. Im Gegenteil urig gem\u00fctlich, angenehme Atmosph\u00e4re, sauber, nette Bedienung, exquisite Speisekarte. Einfach empfehlenswert. Da die Inhaber Franzosen sind, gehe ich davon aus, dass es in Frankreich \u00e4hnlich sein wird. Vielleicht noch ein bisschen weniger deutsch und noch ein bisschen mehr franz\u00f6sische Mentalit\u00e4t. Das hat doch was.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Die paar Tage vorm Urlaub verwehten wie eine Staubwolke im Wind. Die Sachen sind gepackt. Meine Lieblingsgarderobe Shirt, Jeans und Sneakers sind nat\u00fcrlich im Gep\u00e4ck, genauso wie mein durchgekn\u00f6pftes Lieblings-Sommerkleid, dass f\u00fcr jeden Anlass geeignet ist. Mein Traumkleid, ein verspielter Hauch aus blauer fast transparenter Seide zweilagig verarbeitet und dazu passenden Schuhen. An hei\u00dfen Tagen f\u00fchlt es sich leicht, luftig, k\u00fchl an und ganz ganz wichtig, es darf auf keiner Reise fehlen, sonst f\u00fchl ich mich nicht richtig angezogen. L\u00e4chel, du sagst es steht mir gut und schmeichelt mir.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Morgen werden wir fr\u00fch starten, darum sind wir recht zeitig zu Bett gegangen. Aber irgendwie bin ich zu aufgeregt und kann nicht einschlafen. Ganz sacht kuschel ich mich an deine Seite. Deine W\u00e4rme und deine N\u00e4he geben mir die n\u00f6tige Geborgenheit die ich im Moment dringend brauche um zur Ruhe zu kommen. Du legst deinen Arm um mich, ziehst mich liebevoll zu dir. Leise lachend sagst du, \u201eNaaa, bist zu aufgeregt zum einschlafen?\u201c Da ich nur nicke als Antwort, was sehr pfiffig ist, weil du das im Dunkeln ganz besonders gut erkennen kannst, was mir nicht mal aufgefallen ist, kommentierst du mich lachend mit den Worten \u201eIch merke es, verstehe dich auch wortfrei\u201c. Es dauert nicht lange, in deinem Arm liegend nimmt mich der Schlaf mit auf eine Reise durch die Traumwelt. Nach einem guten Fr\u00fchst\u00fcck geht es gut gelaunt und gest\u00e4rkt bei Sonnenscheinwetter auf die Reise. Mit dir ist das Autofahren recht kurzweilig. Wir plaudern \u00fcber alles m\u00f6gliche, von ernst \u00fcber spa\u00dfig bis sinnfrei. Etliche Stunden und einige Kaffeepausen sp\u00e4ter sind wir gegen Mittag am Ziel. Die Vermieter des Ateliers erz\u00e4hlen uns von dem Maler. Sie kennen das Gem\u00e4lde und k\u00f6nnen uns aus der Zeit erz\u00e4hlen, als es entstanden ist. Nach den \u00fcblichen Formalit\u00e4ten halten wir den Schl\u00fcssel in H\u00e4nden und sind mit dem Gep\u00e4ck im Atelier welches im oberen Teil des Hauses liegt, angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Dieser laue Sonnentag ist alles andere, au\u00dfer gew\u00f6hnlich, ist soviel mehr und sehr intensiv erlebt.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ich stehe in diesem Atelier, ich korrigiere mich, ich stehe in einem Wahnsinnstraum von Atelier, sehr sch\u00f6ne warme Farben f\u00fcr die Einrichtung, atemberaubend sch\u00f6ne bodentiefe Fensterfront mit weitem Blick zum Himmel und \u00fcber den ruhigen fast schon verschlafen anmutenden Ort. Ich bestaune jeden einzelnen Sonnenstrahl, der meine Haut liebkost. Die Sonne f\u00e4ngt sich in den gro\u00dfen Fenstern und f\u00e4llt als helles B\u00fcndel, fast schon zu grell ins Zimmer ein. Ein Feuerwerk aus allen Farben, viel Licht und viel W\u00e4rme tanzt durch den Raum. Ich f\u00fchle soviel, einzigartig, gleichzeitig und bef\u00fcrchte mein Pool f\u00fcr Gef\u00fchle schwappt gleich \u00fcber. Ein Wirbelwind aus Eindr\u00fccken \u00fcberrennt mich. Es schaltet das Denken aus, nimmt mich gefangen, nimmt mir jedes Gef\u00fchl f\u00fcr Zeit, macht mich ganz stumm, still und leise sauge ich die Minuten auf, w\u00fcnsche mir Unendlichkeit f\u00fcr diesen einen magischen Moment. Nur keine hektischen Bewegungen um den Zauber nicht zu brechen. Zaghaft fast scheu greife ich nach deiner Hand dr\u00fccke sie leicht, du antwortest mit der gleichen stummen, sehr vertrauten Geste. Verstehst genau was gerade passiert. Sch\u00f6n, dass du da bist, also ganz nah bei mir bist. Sachte, ganz sanft legst du deinen Arm um mich, gibst mir den n\u00f6tigen Halt, die Ruhe, die Zeit zum Verstehen. Ich wei\u00df, wenn es jemanden gibt der mich versteht, bist du es. Du liest in mir wie in einem offenen Buch. Wie jetzt gerade. Ich sp\u00fcre wie du die vom Wirbelwind zerzausten Bl\u00e4tter und durcheinander gewehten Seiten wieder in Buchform ordnest. Z\u00e4rtlich hauchst du einen Kuss in mein Haar. \u201eAlles gut!\u201c fl\u00fcstere ich und kuschel mich in die Geborgenheit deiner Umarmung. Nach dem wir uns eine Zeit ausgeruht haben und entspannt den Ausblick genie\u00dfen konnten, sind wir in ein gem\u00fctliches Bistro, von den Vermietern empfohlen, essen gegangen. Ein angenehm sch\u00f6ner Abend mit einem guten passenden Wein zum Essen in vertrauter Zweisamkeit und einem gem\u00fctlichen Hand in Hand R\u00fcckweg, zum Atelier, der etwas l\u00e4nger dauert, weil du mich z\u00e4rtlich k\u00fcsst und ich mit genau der gleichen Intensit\u00e4t deine K\u00fcsse erwidere.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Diese laue Nacht ist geschaffen um nicht zu schlafen. Ich kuschel mich in deinen Arm und unsere H\u00e4nde gehen auf Entdeckung. Leise lachend dr\u00fcckst du mich an dich. Eine bunt perlende Gef\u00fchlsmischung, geboren aus tief empfundener Sehnsucht, entfacht kleine Feuer in meinen Adern. Mein Verlangen l\u00e4sst meine Haut wie im Fieber gl\u00fchen. Ich sp\u00fcre deine Lust, dein Verlangen, deine Anspannung. Komm zu mir, gib mir jenen Takt, der nirgends nieder geschrieben werden kann, diesen, nur zwischen uns, einzigartigen, ganz eigenen Rhythmus. Mit heissen H\u00e4nden halte ich dich fest, ziehe dich zu mir, komm zu mir, bitte\u2026&#8230;, komm\u2026&#8230;, genau so mag ich es \u2026\u2026.. Ja komm\u2026\u2026.komm&#8230; in mir\u2026.. Das synchrone Verschmelzen mit dir, immer wieder neu, gemeinsam schweben, leicht wie eine Daunenfeder im Wind. Diese Nacht bin ich noch vor dir eingeschlafen, geborgen in deinem Arm, auf Wolkenkissen gebettet, den Sternen ganz nah.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Morgens sind wir recht fr\u00fch aufgestanden und haben in einem Bistro ausgiebig gefr\u00fchst\u00fcckt, rumgealbert, gequatscht und \u00fcberlegt was wir machen werden. Am sp\u00e4ten Vormittag sind wir wieder zur\u00fcck ins Atelier, haben eine Weile die F\u00fc\u00dfe hochgelegt, die Aussicht genossen. Aus der angenehmen K\u00fchle des Vormittags, die noch Shirt und Jeans tauglich war, ist eine noch so eben ertr\u00e4gliche Hitze geworden, die geradezu quengelt, dass ich mein Sommerkleid anziehe. Mit mir quatschend, sitzt du auf der Bettkante und beobachtest mich. Dein Blick streichelt \u00fcber meine Haut, elektrisiert meine H\u00e4rchen, die sich aufstellen und das Prickeln wird zum Fl\u00e4chenbrand in meinem Bauch. Ich genie\u00dfe jede Sekunde, auffordernd, verf\u00fchrerisch langsam streife ich meine Jeans und mein Shirt ab und schl\u00fcpfe in meinen Hauch von blauem Traumkleid. Lachend ziehst du mich in deinen Arm und k\u00fcsst mich liebevoll, von einem leisen St\u00f6hnen begleitet, als deine Finger \u00fcber die Seide und meine nackte Haut streichen. Intensiv erwidere ich z\u00e4rtlich deinen Kuss. Heute Nacht gibt es das Dessert und auch mehr, fl\u00fcstere ich in dein Ohr.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Wir machen uns mit dem Auto auf den Weg nach Paris um den Eifelturm zu besichtigen. Ich war in Kindertagen einige Male hier, entsprechend aufgeregt bin ich, weil das eine oder andere Bild aus der Erinnerung auftaucht. Je dichter wir nach Paris kommen, desto schlechter wird das Wetter. Direkt in Paris gibt es tats\u00e4chlich Regen. Feiner Nieselregen, nicht so sch\u00f6n, aber halt nicht zu \u00e4ndern. Ist aber nicht dramatisch, dann eben einen Plan B. Wir besuchen die Galerie. Ist ja naheliegend, da begann ja unsere Reise, wenn auch mehr telefonisch. Fr\u00f6hlich, lachend stimmst du mir zu. Ich krame den gro\u00dfen roten Regenschirm aus dem Auto, da haben wir beide Platz drunter, mein Sommerkleid ist gut besch\u00fctzt vor Wasserflecken und schon sind wir auf dem Weg. Plan B war genau richtig. Als wir gut gelaunt nach ein paar Stunden ins Freie treten ist der Himmel wieder frei von Regenwolken und die Sonne scheint. Wir machen noch einen Spaziergang durch den angrenzenden Park. Das Wetter hat sich etwas abgek\u00fchlt durch den Regen und ein lauer Wind geht, wohin auch immer er unterwegs ist. Zumindest streicht er durch meine Haare und spielt mit meinem Sommerkleid. Die Seide streichelt im Takt meiner Bewegungen \u00fcber meine Haut, schmiegt sich an meinen K\u00f6rper. Auf dem Weg zum Auto kommen wir an einem Restaurant vorbei und f\u00fcr einen kurzen Moment bleiben wir stehen und entscheiden uns dann doch f\u00fcr das Bistro im Dorf. Wir fahren zum Atelier, stellen das Auto dort ab und gehen zu Fu\u00df zum Bistro. Auch heute wieder ein rundum sch\u00f6ner Abend mit interessantem Gespr\u00e4ch, mit gutem Essen und passendem Wein. Der Hand in Hand R\u00fcckweg zum Atelier kommt mir heute Abend k\u00fcrzer vor oder gehen wir nur etwas schneller, ich dr\u00fccke deine Hand f\u00fcr ein paar Sekunden. Deine Antwort ist die gleiche Geste. Du bleibst stehen, nimmst mich in deinen Arm, hauchst einen Kuss in mein Haar und dr\u00fcckst mich z\u00e4rtlich an dich. L\u00e4chelnd stelle ich wieder einmal f\u00fcr mich fest, dass wir uns auch ausgesprochen gut wortfrei verst\u00e4ndigen bzw. verstehen. Im Atelier streife ich gleich meine Schuhe von den F\u00fcssen und tappe barfu\u00df zur Couch. Du setzt dich zu mir, nimmst mich in Arm und wuschelst durch meine Haare und ich kuschel mich ganz tief in deine Umarmung. Ich brauche unbedingt eine Dusche. Gesagt getan. Im Evakost\u00fcm tapse ich ins Bad. Mmmh das hei\u00dfe Wasser tut gut. Jeder einzelne Wassertropfen, ein Streicheln auf meiner Haut, weckt die Sehnsucht nach dir. Hey, du hast mich beobachtet, l\u00e4chle ich dich an. Du h\u00e4ltst mein Lieblingsbadetuch hoch und wickelst mich ein. Ich setz mich auf den Hocker und schau dir zu wie du dich aufreizend langsam entkleidest und was ich sehe heizt meine Phantasie extrem ein. Als du unter der Dusche stehst, geh ich das Bett schon mal anw\u00e4rmen und bis du zu mir kommst genie\u00dfe ich den Blick aus den Fenstern zum Panorama-Himmel. Die Sterne sind zum greifen nah, vermitteln einen Hauch von Unendlichkeit und Frieden. So versunken in den Nachthimmel hab ich dich nicht wahrgenommen und erschrecke als du unter die Decke schl\u00fcpfst. Du lachst leise, k\u00fcsst mich z\u00e4rtlich, verschmust streichelst du \u00fcber meine nackte Schulter und deine Finger wandern tiefer, streifen sanft meinem Busen, spielen an meinen Nippel. Die Ber\u00fchrung verfehlt nicht im geringsten ihre Wirkung. Du entz\u00fcndest kleine Feuer in meinem Vulkan, was sich extrem schnell zu einem Fl\u00e4chenbrand ausdehnt. Auch wenn ich etwas m\u00fcde war, jetzt bin ich hellwach, erregt vibrieren meine H\u00e4rchen, stellen sich auf und meine Schmetterlinge flattern aufgeregt mit ihren Fl\u00fcgeln. Es kribbelt \u00fcberall, zieht so seine Kreise bis tief unter die Haut. Mit inniger Hingabe, vertraut, sehr intim, sehr intensiv, erwidere ich deine K\u00fcsse. Der Sekt der Lust perlt und sch\u00e4umt in meinem Adern. Meine Finger gehen auf Entdeckung, liebkosen deinen nackten K\u00f6rper. Ich streichel \u00fcber deinen R\u00fccken, wandere weiter zu deinem Bauch und tiefer bis zu deinem Haarsatz. Deine Erregung ist sehr deutlich zu sp\u00fcren und f\u00fchlt sich einfach nur gut an. Neugierig in voller Pracht reckt sich mir dein Speer entgegen. Vorsichtig spielt meine Zunge an der samtweichen Spitze. Meine Lippen umschlie\u00dfen ihn z\u00e4rtlich, saugen daran. Ein leises \u201enoch nicht\u201c l\u00e4sst mich inne halten. Du ziehst mich wieder in deinen Arm. Deine Finger zeichnen sanfte Spuren auf meine Haut und werden von deinen Lippen nachgesp\u00fcrt. Du streichelst \u00fcber meine Innenseiten meiner Oberschenkel, langsam erreichen deine Finger meine hei\u00dfen Lustquellen. Mein leises St\u00f6hnen zeigt dir, dass du auf dem richtigen Weg bist. Jede Ber\u00fchrung brennt auf meiner Haut, \u201eKomm\u201c fl\u00fcsterst du mit rauer Stimme. Du kannst mit diesem einen Wort alles umfassen was dich bewegt, was du f\u00fchlst, deine Sehnsucht, dein Verlangen, deine Hingabe, dein Wollen, dein Geben, dein Nehmen. Du wuschelst durch mein Haar, k\u00fcsst mich z\u00e4rtlich und ziehst mich auf dich. Dein Eindringen so sanft fordernd, mein K\u00f6rper vibriert vor Erregung, vor ungez\u00e4hmtem Verlangen. Ich genie\u00dfe jeden Zentimeter, den du weiter rein gleitest. Jeder Sto\u00df l\u00e4sst uns weiter eintauchen in den Strudel aus Gef\u00fchlen. Wir lassen uns treiben wie Bl\u00e4tter im Herbstwind, surfen auf dem Funkenflug der immer wieder neu entfachten Feuerwerke. Unsere Finger finden sich, halten sich, verknoten sich, l\u00f6sen sich und finden sich wieder. Synchron landen wir in einem Meer aus weichen Wolken, es klingt noch in mir, das Seelchen tr\u00e4umt davon und die Gef\u00fchle schweben noch immer irgendwo zwischen den vielen Sternen am Nachthimmel. Berauscht von erf\u00fcllten W\u00fcnschen, zufriedenen Gef\u00fchlen schlafen wir eng an einander gekuschelt ein. Die restlichen Tage sind wie Bl\u00e4tter im Wind verweht. Auf dem Eifelturm waren wir auch bei sch\u00f6nem Wetter und die R\u00fcckfahrt konnten wir entspannt ohne Stau genie\u00dfen. Und nun hat uns der Alltag wieder. Wenn ich das Gem\u00e4lde anschaue spielt ein wissendes, vertr\u00e4umtes L\u00e4cheln der Erinnerung um meine Lippen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Morgen hat sich die Idee den Dachboden auf Vordermann zu bringen, in meine Gedanken geschlichen. Zuerst nur als ein Gedankenblitz, ganz leise, sehr vorsichtig und dann wurde eine Idee daraus. Ich war schon lange nicht mehr dort, habe das schon genauso lange vor mir hergeschoben. Aber nun ist es tats\u00e4chlich soweit. 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