{"id":127,"date":"2020-12-22T00:45:23","date_gmt":"2020-12-21T23:45:23","guid":{"rendered":"https:\/\/liyahs-geschichten.de\/?p=127"},"modified":"2021-01-26T23:23:47","modified_gmt":"2021-01-26T22:23:47","slug":"traeumen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liyahs-geschichten.de\/?p=127","title":{"rendered":"Tr\u00e4umen"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:37px\">\u2026\u2026. Du hast gesagt, dass es sehr sp\u00e4t wird.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Besprechungen, Termine \u2026.. das ist das Kunden-Kollegen-Rundumpaket, Arbeit geht halt vor.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ich dagegen kann meinen Feierabend selbst bestimmen. So wie jetzt. Ich trinke noch meinen letzten Kaffee aus, nutze diese Zeit um runter zu kommen. Die T\u00fcre vom Bad und der Wohnstube habe ich extra aufgelassen, f\u00fcr angenehm leise Hintergrundmusik. Nein, nein, keine Panik, die Nachbarn brauchen nicht darunter leiden. Ich g\u00f6nne mir ein Wohlf\u00fchl \u2013 Schaumbad, ganz ohne Zeitdruck, schmunzel ich in mich hinein. Langsam, gleite ich in die Wanne, weich und duftend, streichelt mich das hei\u00dfe Wasser, der Badeschaum prickelt frech auf meiner Haut und Sehnsucht perlt wie Sekt, beschwingt tanzend in meinen Adern. \u00dcberm\u00fctig tauche ich unter, genie\u00dfe das erfrischende belebende Bad. Irgendwie habe ich, mit offenen Augen tr\u00e4umend, wieder die Zeit verpeilt und bemerke, dass das Wasser schon ziemlich k\u00fchl ist. Ich summe das Lied mit und wickel mich in mein gro\u00dfes Badehandtuch. Zum Gl\u00fcck brauche ich meine Haare nicht lange frisieren. Diese Wuschelm\u00e4hne, wie du es so liebevoll nennst, ist pflegeleicht. Nur mal eben durchk\u00e4mmen und einfach so an der Luft trocknen lassen. Diese Ruhe um mich herum, finde ich sehr angenehm, genau wie du, aber damit die Stille nicht laut wird, klingt die Musik leise weiter. Mit einem Glas Rotwein, Schokolade und einem Buch geht es gem\u00fctlich auf die Couch unter meine Flauschdecke.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Nach ein paar Minuten ist mir wieder sch\u00f6n warm und bin abgetaucht, selbstvergessen ins Lesen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ein zur H\u00e4lfte gelesenes Buch sp\u00e4ter, das Weinglas ist leer, die Schokolade weg genascht und die Uhr erinnert energisch daran von der Couch ins Bett zu wechseln. Das Buch ist so spannend, ich nehme es mit und lese noch ein bisschen weiter. Nat\u00fcrlich nur wenn das Sandm\u00e4nnchen nicht schneller ist. Ein feines L\u00e4cheln spielt um meine Mundwinkel. Vielleicht bin ich noch wach wenn du heim kommst. Das k\u00fchle Bettzeug streicht sanft \u00fcber meinen nackten K\u00f6rper, weckt ungeduldige Sehnsucht, entfacht kleine lodernde Minifeuer auf der Haut, verst\u00e4rkt das zarte Kribbeln schwirrender Schmetterlingsfl\u00fcgel im Bauch. Auf der Seite liegend, lese ich noch ein paar Seiten, dann fallen meine Augen zu und ich gleite auf direktem Weg ins Traumland. Mein Kopfkino arbeitet auch im Schlaf hervorragend, kennt keine Hindernisse, kein oben, kein unten, grenzenlos, von unstillbarer Sehnsucht getrieben, schwebe ich auf den Fl\u00fcgeln meiner Phantasie durch meine Tr\u00e4ume. Erotische Szenen, sinnliche Bilder geboren aus den Tiefen der Erinnerung, gepaart mit wildem, ungez\u00e4hmten Verlangen nach dir. Noch immer auf der Seite liegend, sp\u00fcre ich, wie ich feucht werde, meine Hand wandert ganz von allein zu meiner neugierigen Perle und dieses sch\u00f6ne Gef\u00fchl sauge ich auf wie ein Schwamm das Wasser. Sogar im Traum machst du mich ganz atemlos, nehme ich dich mit allen Sinnen wahr, f\u00fchle dein L\u00e4cheln. Ich kann dich atmen, h\u00f6re dein leises Lachen, f\u00fchle deine streichelnden H\u00e4nde, die z\u00e4rtliche Ber\u00fchrung meines Busens, f\u00fchle die Spuren deiner Finger auf Entdeckungswegen. Sanft schiebst du deine Hand unter meine, verst\u00e4rkst das streicheln meiner Perle und \u00f6ffnest meine Beine. Sacht ber\u00fchrst du meine Schamlippen. Elektrisiert stellen sich meine H\u00e4rchen auf, unruhig bewege ich mich, atme heftig aus und st\u00f6hne leise auf.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ist es noch Traum oder doch Real?!<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:37px\">Ganz langsam sickert es durch, dass es kein Traum mehr ist. Mein Blutdruck kennt pl\u00f6tzlich ungeahnte H\u00f6henfl\u00fcge, der Puls schwebt \u00fcber den Dingen, beides ist nicht mehr im gesunden Bereich. Mein Arzt w\u00e4re nicht gerade begeistert, schlaftrunken \u00f6ffne ich meine Augen, bin aber sofort hellwach und verliere mich in deinem Blick. Dicht angekuschelt liege ich in deinem Arm, sp\u00fcre samtweiche warme Haut in meinem R\u00fccken, dein Atem kitzelt meine nackte Schulter als du mir z\u00e4rtlich ins Ohr fl\u00fcstert, wie sehr du mich willst. Ich schmiege mich noch fester, noch dichter an dich. Dein Verlangen ist greifbar, sp\u00fcre dein prachtvolles Argument intensiv an meinen Pobacken. K\u00fcss mich, halt mich, bitte, halt mich ganz fest, ich will dich sp\u00fcren, so sehr sp\u00fcren wie noch niemals zuvor, es gibt nur noch dich und mich. Tanz mit mir, im Takt wie unsere Herzen schlagen, die Melodie unserer Z\u00e4rtlichkeit tr\u00e4gt uns durch diese Nacht. F\u00fchlst du den Rhythmus, tatamm\u2026..tatamm\u2026.tatamm\u2026. lass uns surfen auf den Wellen ungez\u00e4hmter Hingabe, fliegen und tanzen wie Bl\u00e4tter im Wind, zwischen erregtem unstillbarem Verlangen und tief empfundener erf\u00fcllter Sehnsucht. Du wuschelst durch meine Haare und drehst mich zu dir. Komm fl\u00fcsterst du zwischen fordernden K\u00fcssen und z\u00e4rtlich verschmustem Zungenspiel an meinen Nippel. Komm zu mir fl\u00fcsterst du wieder mit rauer erregter leiser Stimme und ziehst mich auf deinen Scho\u00df. Du streichelst mich sanft, fordernd erregt, auffordernd. Ich bin so feucht, eher schon nass, dass du tief rein gleitest, mich ausf\u00fcllst. Eine hei\u00dfe Welle durchflutet, gleich einem Fieberschub, meinen K\u00f6rper und in kleinen undefinierbaren Wellen zuckt, pulsiert und bebt mein Bauch. Ich halte dich fest in mir, sauge dich ein, lass dich nicht los. Sacht bewege ich mich, fange jeden Sto\u00df auf und gebe ihn dir genauso intensiv liebevoll fordernd dr\u00e4ngend zur\u00fcck. Vor Erregung kann ich nur noch leise mit heiserer Stimme fl\u00fcstern: \u201eIch bin so hei\u00df auf dich. Lass mich nicht zappeln, ich will mit dir kommen.\u201c Du h\u00e4ltst mich mit sicherer Hand, l\u00e4chelst wissend, dass wir beide synchron kommen, streichelt mein Seelchen, kickt mich, hoch explosiver Gef\u00fchlscocktail f\u00e4hrt direkt in meinen Bauch, explodiert in vielen kleinen bunten Feuerwerken. Ich krabbel zu dir unter die Bettdecke, kuschel mich in deine Umarmung, genie\u00dfe deine W\u00e4rme, deine N\u00e4he. Schon fast im Schlaf murmel ich \u201eDanke f\u00fcr diese wundervolle Nacht. Du tust so endlos gut. Woher wei\u00dft du immer so ganz genau was wir gerade brauchen, was wir gerade wollen? Das Hier und Jetzt ist so sch\u00f6n wie mein Traum oder ist mein Traum so sch\u00f6n wie das Hier und Jetzt?\u201c Du l\u00e4chelst ein unbestimmtes \u201eHmm\u201c als Antwort. Und einen tiefen Atemzug sp\u00e4ter schlafen wir beide dem neuen Tag entgegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026\u2026. Du hast gesagt, dass es sehr sp\u00e4t wird. 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