{"id":215,"date":"2021-03-20T15:04:27","date_gmt":"2021-03-20T14:04:27","guid":{"rendered":"https:\/\/liyahs-geschichten.de\/?p=215"},"modified":"2021-03-21T18:45:40","modified_gmt":"2021-03-21T17:45:40","slug":"dosenoeffner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/liyahs-geschichten.de\/?p=215","title":{"rendered":"Dosen\u00f6ffner"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"font-size:30px\">An manchen Tagen k\u00fcsst mich mein freundlich schwarzer Humor schon morgens mitten auf die Schn\u00fcss und dann kommt so was bei raus wie dieser Witz.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Wie kommt man am schnellsten zu einer Muschi? In Garten setzen und warten.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Ja ja, ein M\u00e4nnerwitz, ich wei\u00df, lach, vielleicht ein bisschen gewagt der Einstieg, kann schon sein. Ich finde diesen Witz trotzdem gut, ist ja auch von mir.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Passend zu meiner Geschichte und nun husch, husch ins K\u00f6rbchen.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Schon seit ein paar Tagen beobachte ich, dass eine junge Katze, ich sch\u00e4tze unter einem Jahr alt, bei uns herum streicht. Ein bildsch\u00f6nes Tier in drei Farben, auch bekannt als Gl\u00fcckskatze. Keine Ahnung wo sie hingeh\u00f6rt. Keine Ahnung wo sie herkommt. Sie ist irgendwie neugierig, irgendwie scheu, nat\u00fcrlich in sicherer Entfernung entspannt abwartend was passiert. Eine Katze ist nicht einfach da oder einfach weg, auch wenn ich sie nicht sehe ist sie pr\u00e4sent. Und im du-siehst-mich-nicht-Modus oder auch im ich-versteck-mich-mal-eben-Modus ist eine Mieze einfach perfekt. Hier passt das Spiel: \u2018Auf diesem Bild ist eine Katze versteckt, finde sie.\u2018 Dieses bezaubernde kleine Wesen, so schien es, blieb in der N\u00e4he unseres Hauses und hatte uns wohl als ihren Dosen\u00f6ffner auserkoren. Allerdings muss ich gestehen, dass ich keine Ahnung von Katzen habe. Au\u00dfer streicheln hatte ich noch nichts mit Katzen zu tun. Naja, das eine Katze kein Herrchen oder Frauchen hat, sondern Personal ist mir genauso bewusst, wie ich wei\u00df, dass eine Gl\u00fcckskatze dreifarbig, immer weiblich und eine Laune der Natur ist. Ansonsten bin ich mit Hunden aufgewachsen und habe da so meine Erfahrungen gesammelt. Versonnen schwelge ich in Erinnerungen an unbeschwerte Zeiten, als Jungs noch doof waren, an M\u00e4nner gar kein Gedanke verschwendet wurde und mein bester Freund ein gro\u00dfer schwarzer Pudel war. Ich schmunzel vor mich hin \u00fcber die Anekdoten die mir spontan einfallen. Mittlerweile sind Jungs bzw. M\u00e4nner auch manchmal doof, aber der Grund ist eindeutig ein anderer. Man k\u00f6nnte meinen ich mag keine M\u00e4nner, aber der Eindruck t\u00e4uscht. In der Wohnstube, bei weit ge\u00f6ffneter Terrassent\u00fcr, damit die Luft gut zirkulieren kann, habe ich, welch eine \u00dcberraschung, man kann es kaum glauben, so ein zartes, super cooles, sehr m\u00e4nnliches Wesen im Sessel sitzen, was mit TV schauen zugange ist. Einen langen magischen Moment schaue ich zu dir und mein Blick streichelt dich liebevoll.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Ein trockener, warmer, ruhiger, entspannter, lauer Abend begr\u00fc\u00dft die hereinbrechende Nacht mit leisem Wispern, Gemurmel und dem filigranen Zirpen der Grillen. Ich lausche dem Treiben, versuche den Flug der Flederm\u00e4use zu beobachten und schmunzel vor mich hin, weil es beim Versuch bleibt. Freue mich trotzdem sehr dar\u00fcber, dass ich sie real in Freiheit fliegen sehe. Ich bin auf der vor Blicken gesch\u00fctzten teilweise \u00fcberdachten Terrasse in meinem Liegestuhl und genie\u00dfe meinen restlichen Lieblingswein. Meine Gedanken haben den n\u00f6tigen Freiraum, die Fl\u00fcgel auszubreiten f\u00fcr eine entspannte Flugschau, nein, nein nicht um die Wette mit den Flederm\u00e4usen, da verliere ich schon im Gedankenansatz, ich meine vielmehr in meinem vertr\u00e4umten Kopfkino, lass ich mich schwerelos treiben und registriere ein leises Ger\u00e4usch. Einordnen kann ich es nicht auf Anhieb. Ein wenig distanziert, befremdet lausche ich, da ist es wieder. Kann alles sein und nichts. Dann schau ich in die Richtung des Teiches, aus der ich es zu h\u00f6ren glaube. wobei das kann eigentlich nicht sein, weil weder die Fische noch die Fr\u00f6sche eine Fremdsprache beherrschen. Wieder dieses Ger\u00e4usch und im Blumenbeet hinter dem Teich ist im fahlen Mondlicht eine Bewegung auszumachen oder besser gesagt die Blumen werden bewegt. Spontan denke ich an unsere Igel. Bei dieser Rasselbande ist die Kommunikation nicht immer nachvollziehbar, geht von leise bis laut mit vielen unterschiedlichen T\u00f6nen und Ger\u00e4uschen. Wirklich \u00fcberzeugt hat mich mein eigenes Sch\u00f6nreden der Situation nicht, zumal die Neugier auf frontalem Kollisionskurs mit mir ist, deshalb gehe ich hin und schaue dort genauer nach. Sehr pfiffig im Dunkeln, klappt das besonders gut und hab nat\u00fcrlich auch nichts entdeckt. Wer wei\u00df was das war, bestimmt doch die Igel, denke ich mit einem Seufzer und sitze gerade wieder gem\u00fctlich in meinem Liegestuhl, da sehe ich die Mieze hinter dem Teich um die Hausecke schmulen. Das Ger\u00e4usch ist ihr Maunzen, woran sie noch etwas arbeiten bzw. \u00fcben sollte.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Du bist durch mein rum wuseln aufmerksam geworden und fragst was ich da versuche, ob Gartenarbeit bei Mondlicht mich oder die Pflanzen besser aussehen l\u00e4sst. Hey, f\u00fcr sarkastischen Humor in freundlich hell buntem Schwarz bin ich zust\u00e4ndig, kontere ich friedlich. Mit einem L\u00e4cheln f\u00fcge ich an, dass die Katze wieder da ist. Ein undefinierbares \u201ahm\u2018 ist deine Antwort. Minuten sp\u00e4ter bist du abgetaucht in dein Fernsehprogramm. Ich schaue in den Nachthimmel, suche den kleinen und gro\u00dfen Wagen, widme mich meinem Wein und lass mich einh\u00fcllen in die ged\u00e4mpften Ger\u00e4usche der Nacht. Meine Gedanken surfen zwischen den Sternen, driften auf Kometen durch das Universum, weitab in der Unendlichkeit kann ich den Sternenhimmel sehen. Ganz am Rande nehme ich wahr, dass das Maunzen lauter, dicht neben mir zu h\u00f6ren ist. Erschreckt lande ich unsanft, in der Realit\u00e4t und sehe wie die Katze sich am Tischbein reibt und mich fest im Blick hat. \u201eWas mach ich jetzt? Die Katze ist bis an den Tisch gekommen und ihr Blick l\u00e4sst mich nicht aus.\u201c \u201eFrag sie doch mal was sie m\u00f6chte oder warte es einfach ab. Irgendetwas wird logischerweise passieren\u201c \u201e\u2026..wenn sie mich kratzt?\u201c Du lachst und sagst: \u201cZumindest sieht sie nicht bedrohlich und auch nicht hungrig aus. Ich denke sie wird dich weder kratzen, noch fressen. Was du immer f\u00fcr krause Gedanken hast!?\u201c Wir waren wohl zu laut, bisschen scheu l\u00e4uft sie wieder zur Hausecke, bleibt einen langen Moment dort stehen, beobachtet mich und kehrt zur\u00fcck bis zum Tisch. \u201eIch trau mich gar nicht zu bewegen, hab zwar nicht wirklich Angst vor der Mieze, aber sehr viel Respekt vor den Krallen. Ich wei\u00df, dass ich nur eine Bermuda und ein Top trage, viel nackte Haut, sehr anf\u00e4llig f\u00fcr Kratzspuren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Schmunzelnd sagst du: \u201eAch so, du sprichst aus Erfahrung deiner eigenen Krallen. Ist mir durchaus bewusst wie gut und schnell du die einsetzen kannst. Aber dann kann ja \u00fcberhaupt nichts passieren, ihr seid gleich gut bewaffnet.\u201c \u201eJa neee schon klar, mach dich ruhig lustig \u00fcber mich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">ich \u00fcberlege krampfhaft was w\u00e4re wenn sie noch dichter zu mir kommt. Zwischen ihr und mir ist jetzt schon nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Platz. Und \u00fcberhaupt, zwei Gedanken versuchen sich gegenseitig zu \u00dcbertrumpfen wen ich zuerst denken soll. \u201eHey geht\u2019s noch? Sch\u00f6n der Reihe nach, nicht dr\u00e4ngeln\u201c mischt sich mein freches Stimmchen mit ein. Mein erster Gedanke ist die Feststellung, dass ich wohl viel zu wenig angezogen habe. Statt einer langen Jeans trage ich nur eine helle Hose aus ganz d\u00fcnnem Leinenstoff und ein schwarzes locker sitzendes Tr\u00e4gertop. Die absolut suboptimale Kleidung f\u00fcr eine fremde Mieze. Zum Flirten mit dir durchaus super geeignet. Der tiefe Ausschnitt betont den \u00fcppigen Busen, l\u00e4sst M\u00e4nneraugen eher tr\u00e4umen als wegschauen. Ein L\u00e4cheln spielt um meine Lippen bei diesem Gedanken und mein Blick umarmt dich z\u00e4rtlich. Du hast mein Denken wohl geh\u00f6rt, denn du schaust in diesem Moment zu mir. Unsere Blicke treffen sich, spielen mit einander. umarmen sich f\u00fcr einen magischen Moment und es f\u00e4hrt mir mitten in meinen Bauch.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Mein zweiter Gedanke ist die Frage wie sich die Mieze anf\u00fchlen w\u00fcrde wenn ich sie streichle. Zum dr\u00fcber Nachdenken komme ich gar nicht, denn es passiert der Supergau und mein bef\u00fcrchteter Alptraum wird wahr. Sie springt mit einem gekonnten eleganten Satz auf meinen Scho\u00df. Steht v\u00f6llig reglos auf meinem Bauch und auf meinen Beinen und schaut mich, eine gef\u00fchlte kleine Ewigkeit nur an. Im ersten Moment nach dem Schreck ist mein erster Impuls \u201eWeglaufen\u201c! W\u00e4re eine ganz schlechte Entscheidung, dann ist Kratzen vorprogrammiert und eigen verschuldet. Also ganz ruhig sitzen bleiben hei\u00dft die alternative Option. Trotzdem ist die Situation sehr sehr bedenklich f\u00fcr mich. Halb rufend, halb fl\u00fcsternd mit schier haarstr\u00e4ubender wilder unb\u00e4ndiger Verzweiflung in der Stimme: \u201eIch trau mich nicht mal zu atmen. Was mach ich denn jetzt?\u201c Mit der Gelassenheit eines Schwarms Zugv\u00f6gel der gen S\u00fcden fliegt, schaust du und antwortest: \u201eWie w\u00e4re es mit Streicheln?! Katzen hab ich mir sagen lassen, m\u00f6gen das ausgesprochen gern.\u201c \u201eSehr witzig, schlaf ich auf dem Baum, oder was? Ich fasse die Mieze nicht an. Woher wei\u00df ich, dass sie mich nicht doch kratzt?\u201c Du schmunzelst: \u201eHey, wo ist deine ber\u00fchmte Logik, dein ber\u00fcchtigter Scharfsinn? Wenn sie nicht angefasst werden wollen w\u00fcrde, w\u00e4re sie nicht zu dir gekommen. Abgesehen davon wirst du sicher nicht auf dem Baum heute Nacht schlafen, dann wohl eher im Liegestuhl mit Katze auf dem Scho\u00df. Nur so als kleine Info f\u00fcr dich, falls es dir entgangen ist, sie hat sich zusammengerollt und liegt jetzt schnurrend, was ich bis hier h\u00f6re, auf deinem Scho\u00df. Du hast ja Zeit dich mit ihr abzusprechen, was ihr heute noch so anstellen wollt oder Morgen.\u201c \u201eNa toll, ganz klasse.\u201c Wieder mal so eine tolle Situation die man keinem vom h\u00f6ren-sagen glauben w\u00fcrde, h\u00e4tte man sie nicht selbst erlebt oder zu geschaut. Nach mehreren tiefen Sto\u00dfseufzern, auf eine Eingebung wartend, auf ein Wunder hoffend, mit kribbeln in den Fingern strecke ich die Fingerspitzen nach ihr aus und ber\u00fchre sie vorsichtig. Kurz h\u00f6rt das Schnurren auf und f\u00e4ngt gleich wieder an, lauter als vorher und sie dr\u00fcckt sich noch fester auf meinen Scho\u00df. Etwas mutiger streichel ich hinter den \u00d6hrchen. Sie hebt den Kopf und reibt an meiner Hand. \u201eNa geht doch, warum nicht gleich\u201c, scheint sie mir mit geschlossenen Augen und entspannt schnurrend mitzuteilen. Ganz langsam findet mein kleines Ego wieder zu sich selbst und ich empfinde die Ruhe, die von dieser Mieze ausgeht, durch ihr Schnurren noch verst\u00e4rkt, als wie die faszinierende Ruhe eines Sonnenuntergangs, die angenehme W\u00e4rme, die explosionsartig, wie ein Sandsturm \u00fcber mich hinwegfegt, das weiche Fell zu ber\u00fchren blendet auch die letzten Bedenken an Kratzer aus.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Unverhofft stellst du fest: \u201eIch w\u00e4re jetzt gern die Katze.\u201c Erstaunt antworte ich dir: \u201eWieso das denn? Ah jetzt hab ich es, du willst auf meinem Scho\u00df liegen?\u201c Du kommentierst meine Aussage mit einem L\u00e4cheln: \u201eNein, lieber du bist auf meinem Scho\u00df. Die Mieze ist dir so ganz nah und wird gestreichelt von dir.\u201c Schmunzelnd stelle ich die Hypothese auf: \u201eDu flirtest mit mir?\u201c Fast im Fl\u00fcsterton sagst du: \u201eIch versuche es zumindest. Lust auf deine Streicheleinheiten habe ich doch immer.\u201c Leicht ironisch s\u00e4usel ich: \u201eAch du armer schwarzer Kater. Da kommst du bisschen zu sp\u00e4t, das K\u00e4tzchen war schneller.\u201c Mit gespieltem Entsetzten in deiner Stimme: \u201eKomm jetzt bitte nicht auf die Idee, ich soll im Blumenbeet stehen und wie die Katze maunzen oder tagelang genauso um das Haus schleichen.\u201c Ein wenig ironisch mit Hang zum Sarkasmus erwidere ich: \u201eAuweia die armen Nachbarn. In diesem speziellen Fall kriegt der Satz \u2026\u2026 bis-der-Arzt-kommt \u2026. eine zus\u00e4tzliche v\u00f6llig neue Bedeutung. Du im Blumenbeet im Mondschein am Tr\u00e4llern. Ooh man neeee, so was auch, jetzt l\u00e4uft mein Kopfkino aufgepeppt, getunt im oberen Drehzahlbereich und bringt meine Lachmuskeln zum Beben. Morgen habe ich bestimmt einen Muskelkater.\u201c Die Mieze liegt noch immer eingekuschelt auf meinem Scho\u00df und genie\u00dft ausgiebig die Streicheleinheiten. Wortlos erz\u00e4hle ich ihr, dass sie eine richtig tolle Mieze ist und ich morgen fr\u00fch f\u00fcr sie Futter kaufen werde. Heute Nacht muss sie noch mal M\u00e4use fangen gehen. Huch, kann sie Gedanken lesen? Sie hebt das K\u00f6pfchen kurz, schaut mir bis auf den Grund meines Seelchens und maunzt. Dann kuschelt sie sich wieder in die richtige Position und schnurrt sich in die n\u00e4chste Schlafphase. So vergeht ein weiteres Zeitfenster. Mein Wein ist ausgetrunken, ich bin etwas angeschickert und du schaust nach mir: \u201eSo langsam leuchtet mir das Sandm\u00e4nnchen den Weg ins Bett, kommst du mit oder habt ihr zwei noch wichtige Termine zu besprechen?\u201c Bevor ich noch etwas sagen kann, steht die Mieze auf, reckt, streckt sich ausgiebig auf meinen Beinen, g\u00e4hnt gen\u00fcsslich und springt runter. Maunzt und stiefelt davon. \u201eWas f\u00fcr ein graziler federnder Gang, so feingliedrig wie eine Gazelle.\u201c \u201eja\u201c schmunzel ich, \u201ekommt dem schon sehr nahe. Was sie jetzt wohl macht? Wird sie auf die Jagd gehen oder ob sie doch ein Zuhause hat? Bin gespannt, ob sie morgen wieder da ist.\u201c Deine Antwort ist ein f\u00fcr dich ganz typisches unbestimmtes \u2018Hm\u2019. Ich nehme mein Weinglas, stelle es in die K\u00fcche, h\u00f6re dich die Terrassent\u00fcr schlie\u00dfen und ein paar Minuten sp\u00e4ter kommst du ins Bad, wo ich unschl\u00fcssig \u00fcberlege ob Duschen oder Baden besser ist. Du schaust mich an: \u201eBrauchst du Hilfe?\u201c Deine Finger nesteln am Knopf meiner Hose. \u201eWei\u00df ich noch nicht so genau.\u201c l\u00e4chel ich dich an. Die Erdanziehungskraft wirkt und meine Bermuda springt mutig zu Boden. Mit deiner Hilfe treffen sich Hose, Slip, Top auf den Fliesen zu einer Plauderei und damit die Gespr\u00e4che nicht langweilig werden hast du deine Jeans, Slip und Shirt dazu gelegt. Sanft streichen deine Finger \u00fcber meine Wange, spazieren tiefer. Ein Schauer kribbelt \u00fcber meine Haut, vom Po \u00fcber den R\u00fccken bis zum Nacken, bringt meine Gef\u00fchlswelt zum Schwingen und zieht geheimnisvolle sehns\u00fcchtige Kreise um meinen Bauchnabel. Sanft aber bestimmt schiebe ich deine H\u00e4nde weg und trete einen gro\u00dfen Schritt, soweit das r\u00e4umlich in einem Bad m\u00f6glich ist, zur Seite. \u201eIch w\u00fcrde mich gerne einfach nur frisch machen. Du bist schon geduscht und Bett fertig?\u201c \u201eJa. Als du in Verhandlungsgespr\u00e4chen mit der Mieze warst, hab ich geduscht.\u201c Irgendwie habe ich jetzt doch ein klitzekleines schlechtes Gewissen, dass ich dich einfach so wegschicke, aber ich brauche die Zeit zum Runterkommen. Zu sehr hat mich das Erlebnis mit der Mieze ber\u00fchrt. Du sagst nichts weiter, schaust mich nur mit einem skeptischen Blick, einer hochgezogenen Augenbraue an, bevor du deinen Bademantel \u00fcberstreifst und mich mit der verlockend flirtenden Dusche und der brummelnden Badewanne, allein l\u00e4sst. Ich entscheide mich f\u00fcrs duschen. Badewasser einlaufen zu lassen dauert mir zu lange. Gen\u00fcsslich sp\u00fcre ich jeden hei\u00dfen Tropfen, f\u00fchle wie das warme Wasser meine Haut benetzt, meinen K\u00f6rper umspielt und von den Haaren runter l\u00e4uft, dazu der bet\u00f6rende Duft vom Duschgel, das aromatische Shampoo, lassen die Anspannung geradewegs in den Abfluss flie\u00dfen. So langsam beruhigt, entspannt sich mein Seelchen, in Verbindung mit Puls und Blutdruck, wieder zu einer stabilen Einheit, die Zahnr\u00e4dchen greifen mutig ineinander, bringen das Uhrwerk zum gleichm\u00e4\u00dfigen Laufen, takten in Sekunden. Meine Gedanken fliegen, f\u00fcr einen kurzen, intensiven Moment zur\u00fcck zu den Szenen mit der Mieze, die meinen emotionalen Sp\u00fcrsinn wie eine Fahrt auf der Achterbahn bis an die Grenzen ausgelotet hat. Diese Facette meiner Gef\u00fchlswelt klinkt sich aus und l\u00e4uft nur noch im Hintergrund mit. Das hei\u00dfe Wasser wirkt Wunder, meine Lebensgeister sind munter und ein anderer Teilaspekt aus meinem Whirlpool der Gef\u00fchle tritt selbstbewusst in den Vordergrund. Da ich ein wenig anders bin, mit eigenen Sichtweisen auf die Dinge, habe ich nicht nur wie viele andere Schmetterlinge oder Flugzeuge im Bauch, sondern einen ganz speziellen Bauchgef\u00fchl-Berater, meinen kleinen phaethonisch kessen Oktopus. Mein ganz liebevoll Oktop\u00fcschen oder auch liebevoll Tintenfischchen genannt, hat mich bis jetzt immer gut beraten, gewarnt, ermutigt oder \u00e4hnliches und nicht im Stich gelassen. Mein Tintenfischchen ist erwacht, aufgeregt winkend mit den Armen, im Einklang mit den Bewegungen des Wassers, surfend auf Schaumkronen, tanzend mit zarten Trippelschritten beschwingt im Takt meines Pulsschlag, durch meine Adern. Ich schlie\u00dfe meine Augen, lass mich treiben, versunken in dem monotonen vielstimmigen Gesang der ausstr\u00f6menden Wassertropfen, gleitet meine Hand massierend streichelnd \u00fcber meinen Busen, meinen Bauch, beinahe schwerelos getragen auf den Armen meines Tintenfischchens hinein in erwachende verlangende Sehnsucht. Ich habe unb\u00e4ndige Lust auf dich, ungez\u00e4hmte Lust dich zu verw\u00f6hnen, Lust auf unser fast tabuloses lautes wildes harmonisch-leises Spiel in unserem Rhythmus. Jedes Wassertr\u00f6pfchen berauscht, kickt, dr\u00e4ngt mich voran, treibt mich zu dir, in deine Arme. Ich angel nach meinem Badetuch, wickel mich darin ein, wuschel mit einem Handtuch durch meine nassen Haare. Upps mein Herzschlag ger\u00e4t schon wieder aus dem Takt. Auf meinen Lippen brennt wilde Vorfreude auf hei\u00dfe, z\u00e4rtliche K\u00fcsse von dir, auf vertrautes Miteinander.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Von dir ist nichts zu h\u00f6ren und nichts zu sehen. Eigentlich hatte ich gedacht, dass du noch wach bist. Hm, ist dann eben so. Leise, barfu\u00df tapsend, husche ich, lautlos erregt, geschmeidig wie eine Katze auf der Jagd, ins dunkle Schlafzimmer und krabbel, in mein Badetuch geh\u00fcllt, unter die Bettdecke. Kuschel mich vorsichtig ins Kissen dicht an deinen warmen nackten R\u00fccken. Ich will dich nicht st\u00f6ren und auch nicht wecken. Einige gef\u00fchlte lange Minuten, weinselig ist die Zeitrechnung eine andere, da sind 60 Sekunden keine 60 Sekunden und schon gar nicht eine Minute, sondern vielleicht schon gef\u00fchlte 10 Minuten, also liege ich ganz still neben dir und atme den Duft deiner Haut. Mein Verlangen nagt an mir, setzt mein Denken, wie bei einer Schachpartie schachmatt und wie ein ferngesteuertes Auto einparkt, schiebe ich meine Hand mit Bedacht und der Grazie einer Gazelle auf der Flucht, auf deinen Bauch. Wortlos greifst du nach meiner Hand, dr\u00fcckst sie kurz und h\u00e4ltst sie fest. Mehr passiert nicht. Weitere gef\u00fchlte, von mir gef\u00fchlte ungeduldig lange Minuten vergehen, dann drehst du dich zu mir und legst deinen Arm um mich. Eine hei\u00dfe wohlig warme Welle durchstr\u00f6mt meinen K\u00f6rper, du machst mich atemlos. Mein Puls liefert sich einen 50-Meter-Sprint mit meinem Blutdruck, was nicht zwangsl\u00e4ufig am Wein liegt, obwohl ich schmecke noch den s\u00fc\u00dfen vollmundigen Geschmack meines Lieblingsweines, das Prickeln und Pieken auf der Haut, unter der Haut, in meinen Adern wie ein Nadelkissen. Leise fl\u00fcsterst du: \u201eEndlich! Bist du wieder so weit raus geschwommen? Wer hat dich gerettet und dir den R\u00fcckweg gezeigt? Dein Tintenfischchen?\u201c Schmunzelnd, gl\u00fchend erregt, wispere ich zur\u00fcck: \u201eJa, du wei\u00dft doch wie sehr es auf mich achtet. Da kann mir nichts passieren.\u201c Ich sehe dein L\u00e4cheln auch im Dunkeln und schmiege mich in deine Umarmung. Mit einem kurzen \u2018Moment bitte\u2018, ziehst du den Arm unter mir vor und drehst dich weg von mir. Das Bettdeck raschelt, schon flackert eine Flamme auf, du z\u00fcndest die Kerze auf der Kommode an, der Spiegel reflektiert das warme Licht, zaubert eine himmlische Atmosph\u00e4re. Im Hintergrund erklingt die Musik piano und ich bin sehr \u00fcberrascht. Im Sektk\u00fchler steht eine Flasche Prosecco, bettelt ungeniert ge\u00f6ffnet zu werden. Daneben zwei Sektkelche mit je einer Erdbeere auf dem gezuckerten Rand. V\u00f6llig irritiert, ad hoc kontrolliere ich in meinem Ged\u00e4chtnis in s\u00e4mtlichen greifbaren Kalendern das Datum auf Hinweise f\u00fcr irgendwas, finde nichts greifbares, fl\u00fcstere: \u201eWow, sag, was hab ich verpeilt?\u201c Beim \u00d6ffnen und einschenken des Prosecco erkl\u00e4rst du mir verf\u00fchrerisch leise. \u201eNichts, ich finde es passt zu heute, passt zu uns und es passt zu \u00fcberhaupt einfach mal so.\u201c Du reichst mir einen Sektkelch und legst dich wieder zu mir unter die Bettdecke. Erstaunt, etwas sehr sehr erregt, nippe ich an meinem Sekt und mit ganz viel leidenschaftlichem Verlangen kuschel ich mich in deinen Arm. Zwischen zwei z\u00e4rtlichen K\u00fcssen, fragst du ob ich Appetit habe. Sicher habe ich Appetit, man kann auch unb\u00e4ndigen Hunger auf dich, sagen, l\u00e4chle ich dich an. Eine aufgestellte Augenbraue und die Frage, warum ich dann so endlos lange im Bad brauchte. Hm, eine allemal gute Frage ist das bestimmt, aber eigentlich ist die Antwort genau wie die Frage im Moment v\u00f6llig unbedeutend und m\u00fc\u00dfig dar\u00fcber nachzudenken. Als Antwort k\u00fcsse ich dich mit hungriger hingebungsvoller Leidenschaft, streichel \u00fcber die Innenseite deines Oberschenkels mit lasziv fordernder Z\u00e4rtlichkeit. Der Prosecco schmeckt nach mehr, der liebkosende innige Kuss mit verschmustem Zungenspiel schmeckt, wenn ich ein Schmetterling w\u00e4re s\u00fc\u00df wie Nektar, animiert mein Tintenfischchen phaethonisch zu Surfen auf den Wellenspitzen der Gef\u00fchle, im Einklang mit Wein und Prosecco, Tr\u00f6pfchen f\u00fcr Tr\u00f6pfchen in meinen Adern perlend, sch\u00e4umend, berauschend. \u201eHey, wie viel Wein hast du getrunken? Oh-oh und jetzt noch Prosecco. Deine Augen blitzen, kokettieren sehr faunisch, versprechen mir gerade das Paradies. Ob du deine Versprechen alle halten wirst?\u201c \u201eWas meine Augen wohl noch alles ausplaudern, wer wei\u00df, wer wei\u00df\u2026.\u201c \u201eKomm in meinen Arm, k\u00fcss mich so hei\u00df wie es deine Augen versprechen, verzauber mich in feurigem Spiel, in begehrlichem Rhythmus, unserem atemlosem Rhythmus. Genie\u00dfe mit mir die Wonnen dieser Nacht. Lass dich fallen, so wie ich mich fallen lasse. Ich fange dich auf, wie du mich auff\u00e4ngst, ich halte dich, wie du mich h\u00e4ltst. Nimm mich, wie ich dich nehme. verf\u00fchre mich, wie ich dich verf\u00fchre. Lass uns eins sein wie niemals zuvor, als g\u00e4be es kein danach.\u201c Im Schein der Kerze sehe ich dich, so liebenswert, einzigartig, besonders. Du liegst auf der Seite, ich betrachte deinen nackten K\u00f6rper, ein reizender Anblick, du bist zum anbei\u00dfen, so weich streichelnd dein Blick, so sanft liebevoll dein L\u00e4cheln, so zart deine Ber\u00fchrung. Du streifst mein Badetuch ab. Deine warmen Finger streichen \u00fcber meine Lippen, wandern weiter streichelnd, spielend, t\u00e4nzelnd, verlieren nicht den Hautkontakt, bis zu meinen Busen. Du beugst dich vor und deine Lippen spielen an meinen Nippel. Mmm das geht durch, direkt in meinen Bauch.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"font-size:30px\">Lust knistert durch jede einzelne Pore, elektrisiert stellen sich meine H\u00e4rchen auf. Langsam wie in Zeitlupe wandern deine Lippen weiter runter in ein hei\u00dfes Biotop mit hochexplosivem T\u00f6pfchen. Ich fl\u00fcstere dir verspielt warnend zu: \u201eVorsicht verbrenn dir nicht die Finger. Ber\u00fchrung auf eigene Gefahr.\u201c Du lachst leise, dein Blick l\u00e4sst mich nicht aus. Deine Finger finden den Weg zu meinem Scho\u00df, Ich zucke bei jeder deiner Ber\u00fchrungen. Meine Perle ist prall, neugierig, benetzt mit den Perlen meiner Lust. Du reibst, streichelst in sanft geschwungenen Kreisen um meine Perle und den Rand meiner Lustmuschel, ohne zu ber\u00fchren. Du machst mich wahnsinnig, setzt mein Denken schachmatt. Ich fiebere, sehne mich nach deiner Ber\u00fchrung. Du h\u00e4ltst mich fest in deinem Arm, k\u00fcsst fordernd, knabberst an meinen Lippen. Meine Hand zieht sanfte Spuren auf deinem Bauch. \u201eHey, Obacht bitte, deine Krallen sind scharf, das gibt vielleicht Kratzer.\u201c \u201eGlaub ich nicht.\u201c L\u00e4chelnd wandern meine Lippen auf den Spuren meiner Krallen zu deinem wunderkr\u00e4ftigen Horn. Mit viel Fingerspitzengef\u00fchl und leidenschaftlicher Hingabe streichel ich \u00fcber deinen harten prallen Zauberstab, spiele mit der Zunge an der Spitze, lasziv st\u00fclpen sich meine Lippen \u00fcber die Kappe, schieben die Haut zur\u00fcck, saugen, spielen, liebevoll hungrig daran. Du schmeckst so verboten s\u00fc\u00df, beinahe wie Honig und unbedingt nach mehr. Fest umfassen meine Finger deinen Schaft, massieren mit sehns\u00fcchtigem Verlangen. Erregt presst du \u2018Vorsicht, langsam, langsam meine Lust explodiert gleich\u2019 untergehend in deinem Aufst\u00f6hnen, was mich kickt, unter meiner Haut kitzelt und l\u00e4sst mich augenblicklich feuchter werden. Es pocht, pulsiert, laut schreit meine Lustmuschel stumm nach dir, nach deiner Ber\u00fchrung. Finger mich, fl\u00fcstere ich vor ohnm\u00e4chtigem Verlangen. Ich will dich schmecken, st\u00f6hnst du leise, komm dreh dich zu mir, komm. Du raubst mir den Verstand, ich kann nicht mehr denken, wei\u00df nicht mehr was ich sage, komm lass mich deine Lust auf der Zunge f\u00fchlen. Ich dreh mich zu dir, ooooh-jaaa, so mag ich dein Zungenspiel, genau so. Du kickst mich in ungeahnte H\u00f6hen, mmmh h\u00f6r nicht auf, mich mit deiner Zunge zu verw\u00f6hnen. Lass mich kommen. Noch ist es nicht soweit, vertr\u00f6stest du mich. Du presst deine Hand auf meine Perle, meine Muschel, wartest bis mein Lavastrom etwas ruhiger flie\u00dft. Es h\u00f6rt nicht auf zu pochen zu pulsieren und mit deiner Zunge, wie schnelle zarte Kolibri-Fl\u00fcgelschl\u00e4ge, f\u00e4ngt unser Spiel wieder an. Deine Finger sto\u00dfen tief in mein Honigt\u00f6pfchen, ja so, genauso will ich es, lass mich kommen. Noch nicht fl\u00fcsterst du, h\u00e4ltst wieder inne und deine Hand presst sich erneut auf meine Scham. Komm, leg dich auf deinen Bauch. In manchen Momenten tue ich genau das was du sagst. Leicht spreize ich meine Beine, strecke mich dir entgegen. Dein Finger gleitet zwischen den Backen entlang, verweilt einen Moment ganz still am Poloch, du streichst zart mit dem Finger \u00fcber die Rosette, dr\u00fcckst dagegen. Deine Zuckerstange st\u00f6\u00dft an meine Perle, reibt daran, kickt mich, du findet den feuchten Weg zu meiner pochenden Fut und dringst ein in mein mit vielen nassen Lusttr\u00f6pfchen gef\u00fclltem T\u00f6pfchen. Ein leises st\u00f6hnen von mir, federnd presse ich mich gegen dich, sauge begierig an dir. Ja sto\u00df ihn tief rein, so mag ich das Spiel mit dir, fl\u00fcstere ich. Ich tanze auf dem Rand meines Vulkans. Du wartest wieder, jede kleinste Bewegung von dir sp\u00fcre ich in mir. Du ziehst dich raus und deine Finger spielen wieder an meiner Rosette mit leichtem Druck. Komm zu mir, komm bitte, ich halt es nicht mehr aus fl\u00fcster ich und roll mich auf den R\u00fccken. Du schiebst dich behutsam \u00fcber mich, zwischen meine gespreizten Beine, kniest dich hin, ziehst mich dicht zu dir, auf deinen Scho\u00df. Meine Beine schlinge ich um deine H\u00fcften. Du reibst \u00fcber meine Perle mit deiner Zuckerstange, Meine Lustmuschel zuckt, zittert voller Erwartung und ohne den Blick abzuwenden gleitet dein wunderkr\u00e4ftiges Horn tief in mein Honigt\u00f6pfchen, aufgeregt, gierig sauge ich daran, halte dich fest in mir, melke dich, eine Armee von wilden ungez\u00e4hmten Wellen sp\u00fclt \u00fcber uns hinweg, der Sog rei\u00dft uns fort, kein Oben, kein Unten, es explodiert ein Feuerwerk in zig-tausend bunten Farben, katapultiert uns in nicht geahnte H\u00f6hen, berauscht, schwebend eintauchend im Pool der Gef\u00fchle, schwimmend, wie ein Mantarochen durch das Meer fliegt, surfen wir auf den Wellen der erf\u00fcllten Sehnsucht, des leidenschaftlichen Verlangens, der gestillten Lust. Ich wei\u00df nicht wie du es schaffst, dass wir synchron kommen, aber es funktioniert. Dein Blick umf\u00e4ngt mich z\u00e4rtlich, wissend. Ich kuschel mich in deinen Arm, du h\u00e4ltst mich fest, dicht an deiner Seite. Deine warme Hand liegt ruhig auf meinem Bauch, du sp\u00fcrst das Beben, wie Bienen summen, wie Hummeln brummen um Bl\u00fcten tanzend im hellen Sonnenschein, deine N\u00e4he gibt mir Sicherheit, deine W\u00e4rme gibt mir Geborgenheit. Die Kerze ist erloschen, der Prosecco ist getrunken. Es dauert nicht lange und das Sandm\u00e4nnchen entf\u00fchrt uns ins Land der s\u00fc\u00dfen Tr\u00e4ume. Nach ein paar Stunden Schlaf hat mich irgendetwas geweckt. Was auch immer es war. Ohne Brummsch\u00e4del, ohne Kater, ohne Hornissen im Kopf bin ich ausgeruht und munter. Du schl\u00e4fst noch und leise stehle ich mich aus deinem Arm, aus dem Bett, tapse barfu\u00df ins Bad, anschlie\u00dfend in die K\u00fcche und br\u00fche mir einen Kaffee auf. In Gedanken bin ich wieder bei dem gestrigen ereignisreichen Tag, sehe einzelne Sequenzen mit der Mieze. Ob sie wohl erfolgreich auf der Jagd war frage ich mich halblaut?! Jetzt schmunzel ich \u00fcber mich, seit wann rede ich mit mir selber? Vielleicht sollte ich nicht alles durcheinander trinken. Meine Gedanken fliegen zu unserer Nacht und ein wohliges G\u00e4nsehautgef\u00fchl flattert mit Schmetterlingsfl\u00fcgeln durch mich hindurch. Ich schmecke deine s\u00fc\u00dfen K\u00fcsse, f\u00fchle deine warmen weichen Lippen auf meiner Haut. Ein Gef\u00fchlscocktail so bunt wie eine Sommerblumenwiese, so erfrischend wie ein Regenschauer in der Sommermittagshitze springt in meinen Adern. Ich nehme einen gro\u00dfen Schluck von meinem Kaffee. Barfu\u00df geh ich mit meinen XXL-Becher Kaffee auf die Terrasse. Dort genie\u00dfe ich die ersten warmen Sonnenstrahlen des beginnenden Tages. Huch, jetzt habe ich vor Schreck fast den Kaffee versch\u00fcttet. Die Mieze ist um meine Beine gestrichen, begr\u00fc\u00dft mich mit aufgestelltem Schw\u00e4nzchen, einem Buckel und leisem Schnurren. \u201eNa du S\u00fc\u00dfe, war die M\u00e4usejagd erfolgreich heute Nacht?\u201c Mit gekonntem Sprung steht sie neben mir auf der Bank, stupst mich an. Ich lasse sie an meiner Tasse und an meiner Hand schnuppern und strecke meine Finger nach ihr aus. Respekt habe ich immer noch vor den Krallen, denn wenn ich so an mir runter schaue, bin ich mit kurzer Shorts, Ringeltr\u00e4gertop und nackten F\u00fc\u00dfen, sicherlich nicht gerade Kratzspuren sicher bekleidet. Jetzt reibt sie ihr K\u00f6pfchen an meinem Arm und schnurrt dabei leise. Ehe ich es recht begreife was sie vorhat, dr\u00e4ngelt sie sich unter meinem Arm durch und steht auch schon mit den Vorderpf\u00f6tchen auf meinem Oberschenkel. Reglos schaut sie mich einen langen Moment an, dann rollt sie sich nehmen mir auf der Bank zusammen. Vorsichtig ohne hektische Bewegungen streichel ich \u00fcber ihr weiches Fell und sofort l\u00e4uft der Schnur-Motor an und schaltet gleich einen Gang h\u00f6her. Ich h\u00f6re, dass du auch wach bist und in der K\u00fcche am Wuseln bist. Ein paar Minuten sp\u00e4ter stehst du verwuschelt in der Terrassent\u00fcr. \u201eHey, so fr\u00fch hast du schon Besuch?\u201c Dein liebevoller Blick ruht f\u00fcr eine kurze Zeit auf mir und der Mieze. \u201eMagst du mit mir fr\u00fchst\u00fccken?\u201c Die Mieze im Blick behaltend, aufstehend antworte ich schmunzelnd: \u201eMeinst du Fr\u00fchst\u00fccken oder Fr\u00fchst\u00fccken?\u201c In der Terrassent\u00fcr nimmst du mich in den Arm, dr\u00fcckst mich kurz und k\u00fcsst mich z\u00e4rtlich auf meine Schulter. \u201eHey, so hungrig?\u201c \u201eIch bin immer hungrig bei dir. Ich fr\u00fchst\u00fccke sehr gern mit dir. In der K\u00fcche, Esszimmer oder drau\u00dfen?\u201c Lachend antwortest du: \u201eGanz egal wo, Hauptsache du bist an meiner Seite. Komm in meinen Arm, du hast mich verzaubert, verhext, l\u00e4sst auch Nachts die Sonne scheinen. Ganz gleich wie du das machst, ich will, dass du nicht damit aufh\u00f6rst. Ich kann es nicht beschreiben, aber genau so ist es. Immer himmlisch, immer wieder neu, immer wenn ich denke ich kenne dich ein wenig, tun sich neue Facetten von dir auf, die ich noch nicht mal im Ansatz kenne\u2026.. Machst du Kaffee f\u00fcr uns? Ich schau mal was die K\u00fcche so hergibt\u201c Als ich hoch schaue, steht die Mieze in der K\u00fcche und schaut zu ihren Dosen\u00f6ffnern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An manchen Tagen k\u00fcsst mich mein freundlich schwarzer Humor schon morgens mitten auf die Schn\u00fcss und dann kommt so was bei raus wie dieser Witz. Wie kommt man am schnellsten zu einer Muschi? In Garten setzen und warten. Ja ja, ein M\u00e4nnerwitz, ich wei\u00df, lach, vielleicht ein bisschen gewagt der Einstieg, kann schon sein. Ich finde diesen Witz trotzdem gut, ist ja auch von mir. 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